Eine glückliche Lage.

Geologisch gehört der 256 Meter hohe Turmberg zu einem Ausläufer des Schwarzwalds. Seine nach Südwesten geneigten Hänge werden schon seit Jahrhunderten für den Weinbau genutzt. Die mineralreichen Kalkböden und das günstige Mikroklima bilden die Voraussetzungen für die charakteristische Ausprägung der Weine.

Der Turmberg ist Teil des Anbaugebiets Baden, das nach dem europäischen Weinrecht als einziges deutsches Gebiet zur Weinbauzone B gehört. Für diese Zone setzen Experten eine höhere Qualität der Trauben voraus. Zu Recht, findet man am Turmberg.

Seit das Weingut im Jahr 1993 in den Besitz der L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg, überging, widmet es sich dem Anbau traditioneller Rebsorten, wie zum Beispiel Lemberger oder Spätburgunder. Die Mitarbeiter des Weingutes kümmern sich um die Reben — mit viel Einsatz und der ganzen Erfahrung aus der langen Tradition des Weinbaus am Turmberg.

Unsere Rebsorten – Für jede Vorliebe ein Turmberg.

Das Streben nach Qualität beginnt schon vor dem Anbau: mit der Auswahl der richtigen Rebsorte. Diese wird bestimmt vom Klima und vom Boden — dem Terroir. Die folgenden Sorten harmonieren besonders gut mit der Lage am Turmberg. Und bestimmt auch mit Ihren Vorstellungen von Weingenuss.

Riesling

Der König der Weißweine mit weltweitem Renomée. „Der“ deutsche Klassiker, ein Abkömmling der rheinischen Wildrebe. Er stellt hohe Ansprüche an die Lage, ist frostfest, treibt spät aus und reift sehr lange am Stock. In der Ortenau wird er auch „Klingelberger“ genannt, nach einer Parzelle am Durbacher Schlossberg, die 1776 erstmals sortenrein mit Rieslingstöcken aus Durlach bepflanzt wurde. Er wird als letzte Sorte im Herbst geerntet. Seine Weine sind geschätzt wegen ihrer spritzigen Weinsäure und der leicht mineralischen Note. Im Duft, seiner „Nase“, lassen sich fruchtige Aromen erleben wie gelbe Früchte, Apfel, bis hin zu exotischen Früchten. Hohes Lagerpotenzial.

Auxerrois, Pinot Auxerrois

Spezialität aus dem Kraichgau. Wegen seiner Ähnlichkeit zu den Burgundersorten auch als Pinot Auxerrois bekannt. Nach neuesten Forschungen jedoch eine eigenständige Rebsorte. Herkunft vermutlich die Grafschaft Auxerre im Burgund. Beliebt wegen seiner geschmeidigen Art und harmonischen Säurewerten.

Weissburgunder, Pinot Blanc

Ein Mitglied der Burgunderfamilie, vermutlich eine Mutation aus dem Blauburgunder/Spätburgunder. Seine badische Hochburg bietet ihm warme tiefgründige und kräftige Böden in trockenen und warmen Lagen, perfekt für den Durlacher Turmberg. Auf Grund seines Säuregehalts entstehen rassig, elegante Weine mit einer Nase von Nüssen, Mandeln, Birne, Quitte , Ananas oder Aprikose.

Am Durlacher Turmberg die leichteste Burgundervariante.

Grauburgunder, Pinot Gris, Ruländer

In jeder Reihe von Abbildungen weißer Rebsorten fällt der Grauburgunder mit seinen malvenfarbigen Trauben auf. Kein Wunder: Die Sorte ist aus einer Mutation des Spätburgunders.  Grauburgunder stehen für elegante, trockene und leicht säurebetonte Weine. Der Ruländer dagegen eher für gehaltvolle Weine mit betonter Süße. Der Name Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Ruland zurück, der die aus Frankreich stammenden Trauben 1711 in einem Speyerer Garten entdeckte und für seine Verbreitung sorgte.

Grauburgunder duftet je nach Ausbau nach grünen Nüssen, Mandeln, frischer Butter und Birne. Sein Geschmack prägen Ananas, Zitrusfrüchte, Trockenobst und Rosinen.

Am Durlacher Turmberg der Vollmundige.

Lemberger

Ein farbkräftiger Rotwein, der das badische Klima und windgeschützte Standorte liebt. Mit klassischer Maischegärung und im Barrique ausgebaut, erhält sein Aromabild einen südlichen Charme und besondere Wärme. Eine ausreichende Säurestruktur, feine Tannine und Extrakte machen ihn  lange haltbar. Feine Nase von Kirschen, Pflaume und Vanille.

Am Durlacher Turmberg der Badische Schwabe!

Spätburgunder, Pinot Noir

Der Spätburgunder gehört zu den Rebsorten, die am frühesten aus den mitteleuropäischen Wildreben ausgelesen wurden. Sein Hauptanbaugebiet Baden gibt ihm die besten Voraussetzungen an Boden und Klima. Wie der Riesling die Weißweine prägt, hält der Spätburgunder die Spitze in Qualität bei den Rotweinen.

Der rote Vater der Burgunderfamilie zeigt sich elegant-samtig und mit weichen Tanninen. Ihn prägt seine ziegelrote Farbe und sein Duft nach roten Früchten, von Kirschen und Brombeeren bis hin zu schwarzer Johannisbeere, mit leichten Nuancen von Mandel. Im Barriqueausbau kommen Noten von Vanille oder Zimt hinzu.

Am Durlacher Turmberg ein badischer Klassiker!

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Historie des Staatsweinguts
Karlsruhe-Durlach

Während in römischen Siedlungen schon seit ca. 50 n. Chr. Weinanbau in Baden betrieben wurde, spielt der Anbau an den Hängen des Turmbergs erst seit dem Mittelalter eine Rolle. So hat ein „Herolt in Berghausen“ 771 n. Chr. einen Weinberg am Hohenberg (jetziger Turmberg) dem Kloster Lorsch geschenkt. Gut 500 Jahre später hat Markgraf Hermann VII. dem Kloster Herrenalb den Kaiserberg am Turmberg und alle anderen Reben in Durlach geschenkt.